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Herzlich Willkommen...
in meiner Lese-Ecke!Wenn Sie mich und meine Arbeit kennenlernen möchten, sind Sie hier richtig!
Hier finden Sie Gedanken, Bemerkungen, Glossen… über die Themen und Dinge, die mich bewegen. Dazu gehört die Literatur (selbst übersetzte, selbst gelesene, selbst geschriebene) ebenso wie das “echte Leben”: Familie, Tiere, Gesundheit, Hobbies…
Eine Fassade finden Sie hier dagegen nicht - wir zeigen Profil!
Bitte nehmen Sie Platz, machen Sie es sich gemütlich, und…
lesen Sie los!
Literarisches
Tuesday, 11. October 2005
Ottos Mops ‘round the world
Zu Ernst Jandls 80. Geburtstag schrieb signandsight.com einen Übersetzungswettbewerb aus: Jandls geniales Gedicht Ottos Mops ("Ottos Mops trotzt / Otto: fort Mops fort / Ottos Mops hopst fort / Otto: soso” ...) sollte ins Englische übersetzt werden. Die Beteiligung war ebenso überwältigend wie die Ergebnisse. Nicht nur englische Versionen wurden eingesandt, auch Nachdichtungen auf Französisch, Afrikaans, Xhosa, Swahili, Lateinisch, Italienisch und Norwegisch waren dabei. So wird Ottos Mops zu tonton son cochon, wayne’s weimaraner, anas liviae oder fritz’s bitch. Alle Ergebnisse sind hier nachzulesen. Viel Spaß!
Sunday, 18. September 2005
Liebe und Leidenschaft im maurischen Spanien
Spanien unter den Kalifen von Córdoba. So mächtig die Herrscher sind - beeinflusst werden sie von den Frauen an ihrer Seite. Die edlen Damen aus dem Geschlecht der “Schmetterlinge von Córdoba” lenken mit ihrer Bildung und Liebesfähigkeit insgeheim das Geschick des Reiches im 11. Jahrhundert.
Magdalena Lasala entführt uns in die sinnliche, opulente Welt der Mauren. Die junge Autorin hat in Spanien bereits einige Gedichtbände veröffentlicht, und das merkt man auch ihrem ersten Roman an. Ihre Sprache ist genauso opulent, verschnörkelt und überladen wie die maurische Architektur.
Fazit: Ein Buch wie eine Pralinenschachtel... idealer Lesestoff für verregnete Herbsttage! Ansehen bei Amazon?
Tuesday, 19. July 2005
Schreibpause
... due to: Arbeit an den Service-Seiten, Korrektur der Lekoratsfassung von Olivier Py, Paradies der Traurigkeit, das nun endlich im Oktober erscheinen soll, und, last but not least: Sommerwetter!Thursday, 30. June 2005
Liebe in Zeiten der Massaker
“Einmal im Leben, im wirklichen Leben, hat man meistens eine große Liebe, und einmal im Leben, im Leben als Leser, hat man mit ein bisschen Glück eine große Liebesgeschichte gelesen, so groß und gewaltig, dass es vollkommen egal ist, ob sie ein Happy End hatte oder nicht.”Sunday, 26. June 2005
Formulierungsnot?
Brauchst du hin und wieder einen kleinen Denkanstoß? Klingen deine Texte einfach nicht so intellektuell, wie du es gerne hättest? Möchtest du deinen Chef beim nächsten Gespräch so richtig beeindrucken?Dann solltest du dir ein Produkt ansehen, das in der “Wortspielhölle” des Übersetzerkollegiums Straelen entstanden ist: die Phrasendreschmaschine.
Sie wartet auf mit aparten Formulierungen wie: “systematisierte Kommunikationsphase” oder “funktionale Fluktuationstendenz”. Oder liegt dir eher die konservative Ausrichtung? Wie wäre es dann mit “erhabener Kulturbewältigung” oder “inniger Erinnerungsergriffenheit”?
Die Phrasendreschmaschine bietet insgesamt 8000 Phrasen, deren Verwendung keine Grenzen gesetzt sind! Du kannst sie auch online ausprobieren, nämlich hier (übrigens eine auch sonst höchst amüsante Seite).
Ganz klar: Wenn du dich bei der nächsten Gehaltsverhandlung auf deine qualifizierte Organisationsakzeleration berufst, ist dir die Erhöhung gewiss!
Friday, 17. June 2005
Paradies der Traurigkeit
Eigentlich könnte dieser Beitrag ebenso gut den Titel tragen:Vier Schwule im SM-Studio.
Bitte???
Jaja, schon richtig gelesen.
Worum soll es denn da gehen?
Um den neuen Roman von Olivier Py - und eine Gretchenfrage!
Monday, 06. June 2005
Literarische Übersetzer: je besser, desto unsichtbar?
Da lese ich doch in einer Rezension zu Boualem Sansal, Das verrückte Kind aus dem hohlen Baum, von der "wortgewaltigen Sprache" dieses "großen Autors", der schon beim Erscheinen seines ersten Romans als Spracherneuerer gefeiert wurde. Der Rezensent spricht von Sansals "mal bissigem, satirischen mal schwungvoll, heiteren Ton" und erklärt, dem algerischen Autor gelinge "auf eine wunderbar leichte Weise ein vielschichtiges Sprachspiel, das den Leser in seinen Bann zieht."Sansal liest sich also wunderbar, leicht, schwungvoll, wortgewaltig, fesselnd � Auf Deutsch.
Es wäre schön, wenn der Rezensent sich ein paar Gedanken darüber gemacht hätte, welchen Beitrag der Übersetzer dazu geleistet hat. Immerhin nett, dass er mich im Impressum neben Autor und Titel wenigstens namentlich erwähnt.
Unsereins ist ja schon mit sooo wenig zufrieden.
Saturday, 04. June 2005
Artgerecht?
Artgerechte Tierhaltung, dieses Thema ist in den letzten Jahren salonfähig geworden, und spätestens seit Künasts "Kein Ei mit drei" sogar ein Politikum.Ja und wir? Leben wir eigentlich… artgerecht?
Ganz ehrlich, ich stelle mir diese Frage regelmäßig, und zwar bevorzugt dann, wenn bei ‘s Rohlands mal wieder der Haussegen schief hängt.
Ist der Mensch überhaupt dafür gemacht, in der Kleinfamilie zu leben? Oder paarweise?
Was wäre denn für uns "artgerecht?"
Thursday, 02. June 2005
Leichenfund im Pfälzerwald: Raubmord oder Selbstjustiz?
Gestern wurden in einem abgelegenen Haus im Pfälzerwald die verkohlten Überreste einer Leiche gefunden. Bei der Toten handelt es sich ersten Ergebnissen zufolge um die Bewohnerin des Hauses, eine alte Gräfin aus einem ungarischen Adelsgeschlecht. Sie war in ihrem eigenen Ofen verbrannt. Ihre Juwelen im Wert von mehreren Millionen fehlten. In dem Haus wurde ein großer Käfig gefunden, außerdem ein Hühnerknöchelchen.
Zeitgleich wurde bekannt, dass das monatelang verschollene Geschwisterpaar Hänsel und Gretel K. aus Krottelbach wohlbehalten zu seinem Vater zurückgekehrt ist. Nachbarn fiel auf, dass bei der Familie, die als arm gilt, plötzlich ein neuer Ferrari vor der Tür stand.
Monday, 30. May 2005
Diabolisches auf 88 Tasten
Beim illustren Chopin-Wettbewerb in Warschau geschieht ein Mord. Das Opfer? Ein greiser Pianist ohne Hände. Die Tatwaffe? Liszt. Genauer, der Mephistowalzer.Ollivier Pourriol, geboren 1971, wuchs in der Provence auf. “Mephistowalzer” ist sein erster Roman.
“Erst verschlingt man dieses Buch, dann beginnt man es zu verstehen, schließlich geht es einem nicht mehr aus dem Kopf: "Mephistowalzer" ist ein schamloser, ungemein witziger, intelligenter und irritierender Beitrag zum Thema Kunst und Faschismus, der für alle denkbaren Formen der Gewalt steht.”
Aufbau-Verlag
