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Monday, 06. June 2005
Literarische Übersetzer: je besser, desto unsichtbar?
Da lese ich doch in einer Rezension zu Boualem Sansal, Das verrückte Kind aus dem hohlen Baum, von der "wortgewaltigen Sprache" dieses "großen Autors", der schon beim Erscheinen seines ersten Romans als Spracherneuerer gefeiert wurde. Der Rezensent spricht von Sansals "mal bissigem, satirischen mal schwungvoll, heiteren Ton" und erklärt, dem algerischen Autor gelinge "auf eine wunderbar leichte Weise ein vielschichtiges Sprachspiel, das den Leser in seinen Bann zieht."Sansal liest sich also wunderbar, leicht, schwungvoll, wortgewaltig, fesselnd � Auf Deutsch.
Es wäre schön, wenn der Rezensent sich ein paar Gedanken darüber gemacht hätte, welchen Beitrag der Übersetzer dazu geleistet hat. Immerhin nett, dass er mich im Impressum neben Autor und Titel wenigstens namentlich erwähnt.
Unsereins ist ja schon mit sooo wenig zufrieden.
